Samstag, 26. November 2016

Am Limit!

Hola chicos!

am 29. und 30. Oktober ging es für mich hoch hinaus!!! Zusammen mit ein paar Freunden wollten wir den 6075m hohen Chachani hochklettern. Der Chachani ist einer der Vulkane rund um Arequipa. Chachani ist Quechua (eine einheimische Sprache in Peru) und bedeutet "Weiße Dame", ihr könnt euch also vorstellen, dass der Chachani so hoch liegt, dass er fast  das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt ist. Wir haben uns also eine Tour gebucht und sind dann am Samstag morgen zusammen mit unserem Guide zu einem Trekkingladen gegangen und haben unsere Ausrüstung ausgeliehen. In meinem Fall war das: Wanderschuhe, Schneehose, Winterjacke, dicke Handschuhe, Schlafsack, Isomatte, Zelt, Geschirr und Besteck, und eine Stirnlampe.

Dann sind wir alle vollgepackt mit dem Jeep zum Chachani gefahren und schon mal auf eine Höhe von ca 5000m gefahren. Von dort aus ging es dann mit dem ganzen Gepäck 2 Stunden lang zum Basislager (5200m). Dort haben wir uns dann ausgeruht und den Nachmittag genutzt, um uns ein bisschen an die Höhe zu gewöhnen und unsere Zelte aufzubauen.





Abends haben wir dann noch ein wunderschönes rotes Licht gesehen uns sind dann auch schon schlafen gegangen.




Wir konnten allerdings alle nicht so gut schlafen, da es eiskalt war und die Höhe einem dann doch zu schaffen macht, wenn auch unbewusst. Um 1 Uhr morgens hat dann unser Wecker geklingelt, wir sind aufgestanden, haben gefrühstückt und sind quasi mitten in der Nacht (deswegen auch die Stirnlampe) los gelaufen. Es war ein sehr sehr anstrengender und daher auch stiller Aufstieg und nach jeden 100 Höhenmetern haben wir eine Pause gemacht. Ich war glaub ich noch nie so nah an meiner Grenze. Nach der Hälfte der Strecke und ca 2,5 Stunden wandern, wurden wir dann mit einem atemberaubenden Blick auf das Colcatal, in dem immer mehr von der aufgehenden Sonne angestrahlt wurde, belohnt.






Hier auf dem Bild sieht man schon den Schatten der Spitze des Chachani, in echt haben wir ihn da allerdings noch nicht gesehen. Wie das leider so ist, spiegeln die Bilder nicht ansatzweise das Gefühl wieder, da oben zu stehen und dieses riesige Tal zu sehen und zu beobachten wie immer mehr angeleuchtet wird, je höher die Sonne steigt. Allein für diesen Anblick hat sich die erste Hälfte des Weges schon gelohnt! Trotzdem haben wir natürlich nicht aufgegeben und sind weitergewandert. Letztendlich haben wir den Aufstieg von insgesamt knapp 900 Höhenmetern in weniger als 5,5 Stunden geschafft. Da waren wir schon ganz schön stolz drauf, vor allem weil in den Reisebüros immer 7 bis 8 Stunden hochwandern angegeben werden :D *stooooolz*

Jaaaa, als wir dann oben waren, war die ganze Anstrengung sofort vergessen! Es war ein Hammer Gefühl!!!!! Hier ein paar Bilder von GANZ oben, mit Gipfelkreuz.









Das ist unsere Gruppe. Von llinks: ein Brasilianer, unser Guide, Paul, Svenja, ich, Basti und Sabrina. 

Nach einer halben Stunde ausruhen und Aussicht genießen, haben wir uns dann wieder auf den Abstieg gemacht. Und zwar ging es den ganzen Weg "rutschend" (wie beim Skifahren) einen steilen Abhang mit kleinen Steinen und Erde innerhalb von nur eineinhalb Stunden wieder nach unten. Durch den schnellen Höhenunterschied hab ich voll Druck auf den Ohren bekommen und letztendlich auch Kopfschmerzen, deswegen war ich froh als wir dann endlich unten angekommen sind. Nach kurzem Ausruhen ging es dann allerdings schon weiter mit Zelte abbauen und Gepäck zusammenpacken und dann die 2 Stunden wieder zurück zum Auto. Das war nochmal sehr anstrengend. Erstens wegen dem Aufstieg vom Morgen, zweitens wegen der SEHR kurzen Nacht und drittens hatten wir alle einen schweren Rucksack mit Zelt, Isomatte und Schlafsack auf den Rücken. Auf der Jeepfahrt nach Hause haben wir dann wieder alle geschlafen, so kaputt waren wir. 

Fazit: Mega mega anstrengend, aber hat sich mehr als gelohnt! Jedes mal wenn ich von der Stadt aus auf den Chachani gucke, denke ich mir stolz: "Da oben war ich!" :D

Bis bald, 
eure Nadi

Salar de Uyuni - Tag 3

Hallo Ihr Lieben,

nun der letzte Teil unserer Salzwüstentour.

Wie schon angedeutet sind wir dann also ganz früh aufgestanden und wollten um 5 Uhr losfahren, um den Sonnenaufgang zu sehen. Hector, unser Guide, hat uns am Abend vorher extra nochmal gesagt, dass wir spätestens um 5 losmüssen, weil wir auch noch ein Stück fahren müssen, bis wir den perfekten Blick haben. Wir haben dann also früh gefrühstückt und uns fertig gemacht und waren alle (typisch deutsch) um 5 vor 5 mit unserem Gepäck am Jeep. Nur einer hat gefehlt: Hector!!! Der hat verschlafen.. Ein anderer Guide hat ihn dann geweckt und wir sind losgefahren und kamen zum Glück trotzdem noch rechtzeitig bei den Gasieren an und haben dort den Sonnenaufgang gesehen. 








Danach sind wir weiter zu einer anderen Lagune gefahren, die um die Mittagszeit grün sein soll. Da wir allerdings relativ früh morgens da waren, war sie jetzt nicht so beeindruckend. Was aber noch interessant war, wir haben auf einen Berg geguckt und hinter diesem Berg war schon Chile, wir waren also ziemlich nah an der chilenischen Grenze.



Weiter gings dann zu den heißen Quellen, in denen man baden konnte. Ich wusste nicht dass es sowas gibt und habe deswegen leider keine Badesachen mitgenommen :/ Aber mit den Beinen konnten wir dann trotzdem in das 40 Grad warme Wasser. Sehr angenehm!





Dann habe wir uns auch schon wieder auf die Rückfahrt nach Uyuni gemacht. Einen kurze Stopp zum Mittagessen haben wir in einem kleinen Dorf gemacht, wo wir dann auch nochmal die Gelegenheit hatten, Alpacas zu fotografieren. 





Nachmittags haben wir dann nochmal an großen Felsen angehalten und konnte eine halbe Stunde spazieren gehen. Wir sind natürlich auch bis ganz nach oben geklettert! Das hat nochmal richtig Spaß gemacht, war aber auch sehr anstrengend, weswegen wir dann auf den letzten Stunden Jeepfahrt alle geschlafen haben.






Letzter Stopp war dann das Dorf San Cristobal, kurze Pinkel- und Eispause und dann ging es weiter nach Uyuni. In Uyuni waren wir dann noch mit den anderen drei zusammen essen. Wir hatten echt Glück mit unserer Gruppe, da wir uns alle 6 mega gut verstanden haben! Und dann ging es auch schon ab mit dem Bus über Nacht nach La Paz und den ganzen nächsten Tag über Copcabana und Puno wieder zurück nach Arequipa. Insgesamt saßen wir 28 Stunden im Bus, ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie gut ich dann die nächste Nacht in meinem eigenem Bett geschlafen habe ;)

Wir haben in dieser kurzen Zeit so viele unglaubliche Orte gesehen, dass ich einmal mehr festgestellt habe, wie sehr ich mich in Südamerika verliebt habe!

Liebe Grüße
eure Nadine

Mittwoch, 23. November 2016

Salar de Uyuni - Tag 2

Hey mal wieder,

Am zweiten Tag der Salzwüstentour ging es dann eigentlich schon wieder raus aus der Salzwüste. Mit dem Jeep ging es immer weiter in den Süden. Nach vielen zurückgelegten Kilometern und einem kurzen Stopp an einer alten Bahnlinie........



.......kamen wir dann letztendlich zum Mittagessen an der ersten Lagune an. Hier konnten wir schonmal die ersten Flamingos bestaunen und viele (viel zu viele) Fotos machen.










Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zum Arból de Piedra (dem Baum aus Stein). Hierbei handelte es sich um viele Felsen, auf die man klettern konnte, wobei einer davon tatsächlich wie ein Baum aussieht. 







Am gleichem Nachmittag kamen wir dann noch zum zweiten Highlight nach der Salzwüste, zur Laguna Colorada, eine Lagune mit rotpinkem Wasser und unzähligen Flamingos. 













Nach weiteren 100 Flamingobildern ging es dann zur nächsten  Unterkunft, ein ganz einfaches Haus ohne warmes Wasser und ohne Strom. Aber durch den anstrengenden Tag und die vielen tollen Eindrücke, sind wir dann doch früh ins Bett gefallen, was auch gut so war, denn am nächsten Morgen wollten wir ganz früh aufstehen, um den Sonnenaufgang zu bestaunen. 

Tag 3 folgt...