Hallo Ihr Lieben,
vom 14. bis zum 23. Oktober war ich in Bolivien unterwegs. Zusammen mit Jule und Xenia sind wir am Freitag Abend mit dem Bus losgefahren und kamen am nächsten Morgen ganz früh in Puno am Titicacasee an. Dort haben wir uns zuerst eine Tour zu den berühmten schwimmenden Inseln gebucht und sind dann in einer kleinen süßen Bäckerei frühstücken gegangen. Da wir so früh angekommen sind und die Tour erst um 10 Uhr angefangen hat hatten wir noch Zeit zu einem Aussichtspunkt zu laufen und hatten einen tollen Ausblick auf die Stadt und den Titicacasee.
Um 10 Uhr ging dann unsere Tour los. Nach ca einer halben Stunde Bootfahrt sind wir auf den schwimmenden Inseln angekommen. Die Menschen die dort leben bauen die Inseln aus Schilf und deren Wurzeln und erneuern sie regelmäßig. Leider ist aus den Inseln eine ziemliche Touristenattraktion geworden, sodass die Familien nur darauf warten, dass Leute kommen und ihnen eine kleine Vorführung machen. Dadurch wirkt das ganze nicht mehr so authentisch, aber der Ausflug hat sich dennoch gelohnt!
Wieder zurück in Puno wollten wir gleich weiter nach Copacabana, da uns Puno dann doch nicht so doll gefallen hat. Also sind wir gleich weiter gefahren und kamen nach circa 2 Stunden an der Grenze zu Bolivien an. Der Grenzübergang sieht hier so aus: Man steigt aus dem Bus aus geht in ein Häuschen und reist aus Peru aus. Dann läuft man 100m und geht in das nächste Häuschen um nach Bolivien einzureisen. Hat man die getan steigt man wieder in den Bus und fährt weiter. Bei uns hat das alles reibungslos geklappt und nach einer halben Stunde konnten wir dann auch schon weiterfahren. Abends kamen wir dann in Copacabana an und bekamen erstmal einen wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen.
Nachdem wir uns dann ein Hostal gesucht haben (La Cupula, kann man nur empfehlen!! Schöne Zimmer, schöner Garten mit Hängematten und super Essen) sind wir dann müde ins Bett gefallen. So lange Busfahren an einem Tag macht dann doch schon müde.
Am nächsten Morgen ging es dann ganz früh mit dem Boot los zur Isla del Sol, die berühmte Sonneninsel der Inka. Dort haben wir dann eine halbstündige Führung zum Nordende der Insel gemacht und sind danach einmal über die ganze Insel bis zum Südende gelaufen. Die Landschaft ist wunderschön und man sieht um sich herum überall blaues Wasser. Da der See sooooo groß ist und an der tiefsten Stelle sogar fast 300m tief, glaubt man eher am Meer zu sein als an einem See.
Wieder zurück in unserem Hostal haben wir dann noch gut gegessen und uns nochmal den Sonnenuntergang angeschaut. Am nächsten Morgen ging es dann nochmal durch die Souvenirshops und dann mit dem Touristenbus weiter nach La Paz, der größten Stadt Boliviens. La Paz ist eine sehr enge, belebte und hektische Stadt mit vielen vielen Menschen und engen Straßen. Das besondere an der Stadt ist, dass sie richtig in ein Tal gebaut wurde, wobei die äußeren Stadtbezirke bis nach oben reichen und circa 1000m höher liegen als das Zentrum. Durch den Höhenunterschied kann man auch einen Temperaturunterschied von circa 10 Grad spüren. Deswegen wohnen unten in der Mitte auch die Reichsten und ganz oben, im sogenannten el alto die Ärmsten. Da es so steil nach oben geht und viele Mensche kein Auto besitzen gibt es in La Paz Gondeln (jaaa, wie im Skiurlaub) mit denen die Menschen zur Arbeit, zum Sport, zum Einkaufen oder nach Hause fahren. Als wir so gegen 18 Uhr in La Paz angekommen sind mussten wir erstmal unser Hostal suchen, was letztendlich schwerer war als gedacht. Aber am Ende haben wir einfach ein Taxi genommen (ca 3 € für uns alle) .Dann waren wir noch kurz im Zentrum unterwegs und sind was essen gegangen. Es hat an dem Abend dann noch richtig angefangen zu schütten. Für uns was ganz besonderes und ungewohntes: das erste Mal nach mehr als 2 Monaten wieder Regen. Trotzdem haben wir gehofft, dass es am nächsten Tag trocken bleibt und das ist es dann zum Glück auch wirklich geblieben. Nach dem Frühstück haben wir dann also den Mann von Xenias Organisation getroffen, welcher uns ein bisschen was über La Paz und auch über seine Organisation erzählt hat. Danach haben wir uns dann selbst eine kleine Stadtführung gemacht und uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angeschaut. Für den einen Tag fand ich La Paz schon ganz cool, aber wohnen würde ich nicht gerne dort und der eine Tag "Urlaub" dort hat auch vollkommen gereicht.
Abends sind wir dann in den Bus gestiegen und über Nacht nach Uyuni gefahren.
So, da ich für diesen ersten Teil schon so lange gebraucht habe und damit ihr schonmal was zum lesen habt, lass ich es erstmal dabei und mache für die Salar de Uyuni einen eigenen Blogeintrag.
Liebe Grüße
eure Nadine
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